Prüfgeräte für jeden Anwendungsfall

Hochspannungsprüfgeräte

Ganz entspannt bleiben – mit den Hochspannungsprüfgeräten von SPS electronic.

Mit den Hochspannungsprüfgeräten von SPS electronic können Sie alle Hochspannungstests normgerecht durchführen. Damit ermöglichen die Geräte die Prüfung der elektrischen Isolationseigenschaften und Spannungsfestigkeit von elektrischen Geräten der Schutzklasse I und Schutzklasse II. Wir bieten Ihnen Hochspannungstester / Hipot Tester für Spannungen im Bereich bis 5.500 V AC bzw. 6.000 V DC bei bis zu maximal 100 mA / 200 mA.

Kurz erklärt: Was ist eine Hochspannungsprüfung und wie funktioniert sie?

Von allen elektrischen Sicherheitsprüfungen hat der Hochspannungstest (weltweit auch Hipot / hi pot oder HV Test genannt) mit Abstand die höchste Priorität. Diese Prüfung auf Spannungsfestigkeit ist Teil der Anforderungen aller nationalen Standards (z.B. VDE und UL) und internationalen Standards (z.B. EN und IEC) und damit unumgänglich. Die oftmals verwendete Bezeichnung Isolationsprüfung oder Isolationsmessung ist in diesem Zusammenhang falsch, denn hier wird mit Gleichspannung ein reeller, ohmischer Widerstand gemessen. Im Gegensatz dazu erfolgt der Hochspannungstest sowohl mit Gleichspannung als auch mit Wechselspannung. Das Ergebnis dieser Prüfung ist ein Ableitstrom, der zwischen spannungsführenden Teilen und metallischem Gehäuse fließt. Bei Geräten der Schutzklasse I ist immer ein Metallgehäuse vorhanden, bei Geräten der Schutzklasse II hingegen muss das Gehäuse während der Prüfung durch eine metallische Kontur ersetzt werden. In Wirklichkeit ist die Hochspannungsprüfung eine geometrische Abstandsvermessung im Prüfling: Wenn der Prüfling eine bestimmte Spannung ohne Überschlag übersteht, ist sichergestellt, dass ein entsprechender Mindestabstand zwischen Metallgehäuse und spannungsführenden Teilen im Gerät gegeben ist. So wird auch die Bezeichnung Stehspannung wieder verständlich.

Anforderungen an ein Hochspannungsprüfgerät

Hochspannungsprüfgeräte müssen bei einigen nationalen und internationalen Normen eine Leistung von größer 500 VA haben. Des Weiteren wird ein Dauerstrom von 100 mA bei einem Kurzschlussstrom von 200 mA gefordert. Hintergrund ist, dass es viele Prüfungen gibt, die durch ihren konstruktiven Aufbau Kapazitäten haben. Dadurch entstehen Blindströme, die vom Hochspannungsprüfgerät oder vom Multifunktions-Sicherheitstester erzeugt werden müssen. Als Folge dieser Blindströme müssen die Prüfgeräte eine Spannungsrampe erzeugen. Das heißt, die Spannung wird nicht schlagartig, sondern gleichmäßig von Null bis auf den Sollwert hochgefahren und erst dann beginnt die Prüfzeit. Alle Hochspannungsprüfgeräte von SPS electronic sind vollelektronisch mit analoger oder digitaler Technik und können deshalb problemlos und ohne Verschleiß diese Hochspannungsrampen erzeugen. Geräte mit Stelltransformatoren und Motorenantrieb sind nicht mehr Stand der Technik des 21. Jahrhunderts. Betrachtet man andere Bereiche, z.B. den Mobilfunk oder die erneuerbaren Energien, ist selbst eine analog-elektrische Technik nicht mehr zeitgemäß.

Gleichspannung oder Wechselspannung?

Die digitalen Techniken haben zur Folge, dass es immer mehr Prüflinge mit hohen Kapazitäten gibt. Spätestens bei 100 mA Ableitstrom ist eine Prüfung nicht mehr möglich. Deshalb zeichnet sich seit vielen Jahren ab, dass sich die Gleichspannungsprüfung (DC) gegenüber der Wechselspannungsprüfung (AC) etabliert. Bei fast allen Prüfstandards hat der Anwender die Auswahl, ob er mit Wechselspannung oder mit Gleichspannung prüfen will. In den Normen wird gefordert, dass der Wert der Wechselspannung mit dem Faktor 1,5 multipliziert wird. Dann ist die Gleichspannungsprüfung der Wechselspannungsprüfung gleichwertig. Auch bei der Gleichspannungsprüfung ist eine Hochspannungsrampe nötig. Die Kapazitäten des Prüflings müssen aufgeladen werden, danach fließt in der Regel kein Ableitstrom mehr.

So nachteilig die kapazitiven Blindströme sind, einen kleinen Vorteil hat die Wechselspannungsprüfung dabei: Der kapazitive Blindstrom ist typisch für den Prüfling und kann zur Kontaktierüberwachung herangezogen werden. Deshalb kann bei den Hochspannungsprüfgeräten von SPS electronic nicht nur der maximale Auslösestrom, sondern auch ein Mindeststrom programmiert werden. Nur wenn der Mindeststrom überschritten wird steht der Prüfling wirklich unter Hochspannung und das Prüfergebnis wird akzeptiert. Aber auch bei der Gleichspannungsprüfung ist eine einfache Kontaktierüberwachung möglich.

Die Kapazitäten des Prüflings erzeugen einen typischen Ladestrom der vom Prüfgerät überwacht wird. Jedes Hochspannungsprüfgerät aus dem Hause SPS electronic hat die Möglichkeit, den Mindestladestrom zu programmieren und zu überwachen.

Sowohl bei Wechselspannungsprüfungen als auch bei Gleichspannungsprüfungen können Mikroentladungen entstehen und mit den Geräten von SPS electronic ausgewertet werden. Die sogenannte Teilentladung oder Arc-Detection ist ein Maßstab für das Isolationssystem des Prüflings. Besonders wichtig sind diese Verfahren bei Anwendungen in der digitalen Leistungselektronik (Frequenzumrichter, Motorensteuerungen, Netzteile etc.)

Ein weiterer, wesentlicher Unterschied zwischen der Gleich- und der Wechselspannungsprüfung ergibt sich aus der Anwendung: So ist die Wechselspannung grundsätzlich für den Mensch viel gefährlicher, denn die Netzfrequenz 50Hz / 60Hz kann Herzkammerflimmern erzeugen. Das gibt es bei Gleichspannung nicht. Deshalb wird in der (nur in Europa gültigen) Norm EN 50191 ein Wechselstrom schon ab 3 mA als gefährlich eingestuft. Bei Gleichspannung kann dieser Wert dreifach so groß, also 12 mA DC, werden ohne für den Menschen gefährlich zu sein.

Die Entwicklung von Hochspannungsprüfgeräten bei SPS electronic

Schon seit Anfang der 90er Jahre entwickelt SPS electronic sogenannte „sicherheitsstrombegrenzte“ Prüfgeräte. Diese Hochspannungsprüfgeräte haben den großen Vorteil, dass keine Arbeitsplatzabsicherungen nötig sind, da die Hochspannung auf maximal 3 mA AC bzw. 12 mA DC begrenzt ist. Zusätzlich zur Sicherheitsstrombegrenzung sind die Geräte von SPS electronic auch potentialfrei – ebenfalls eine Forderung der EN 50191. Mit diesen beiden Sicherheitstechniken kann bedenkenlos ein einfacher, kostengünstiger und effizienter Arbeitsplatz gestaltet werden.

Zubehör für Ihr Hochspannungsprüfgerät

Oftmals werden die Hochspannungsprüfungen von Hand durchgeführt, wofür ein geeignetes Bindeglied zwischen Mensch, Hochspannungsprüfgerät und Prüfling benötigt wird. Mit den eigens entwickelten Prüfpistolen SP 02 und SP 03 von SPS electronic stehen ergonomisch und technisch optimierte Anschlüsse zur Verfügung. Die Pistolen mit integriertem Start-Schalter schützen das Prüfpersonal und liegen angenehm in der Hand. Gerade bei hundertfachen Prüfungen pro Tag spielt dieser Punkt eine entscheidende Rolle für den Prüfkomfort und damit auch die Prüfsicherheit.

Mit den Prüfpistolen aus dem Hause SPS electronic prüfen Sie schnell, sicher und ergonomisch.
Mit den Prüfpistolen aus dem Hause SPS electronic prüfen Sie schnell, sicher und ergonomisch.

Automatische Abläufe, Schnittstellen und Fernsteuerung

Aus Kostengründen hat sich, besonders in Europa, die automatische Prüfung etabliert. Mit entsprechenden Adaptern wird die Hochspannungsprüfung vollautomatisch durchgeführt. Für diese Anwendung hat jedes Hochspannungsprüfgerät von SPS electronic von Haus aus eine Vielzahl an Schnittstellen: Neben den standardmäßigen RS 232, Ethernet / LAN, USB und 24V Handler Interface Schnittstellen gibt es zusätzlich 8 digitale Ausgänge und 8 digitale Eingänge mit 24 V DC, die direkt an Relais oder anderen Sensoren / Akteuren angeschlossen werden können. Im Prüfablauf werden durch die Funktion “Speicher programmierbare Steuerung“ die 24 V DC Signale gelesen bzw. gesetzt. Damit ist eine Integration in bestehender Systeme ohne Zusatz-Intelligenz gegeben.

Oftmals müssen mehrere Prüfpunkte mit Hochspannung sequenziell geprüft werden. Auch dazu können die 24 V DC Ausgänge verwendet werden. Die Hochspannungsmatrix lässt sich mit den ebenfalls von SPS electronic entwickelten Hochspannungsrelais RL 42 und RL 21 realisieren. Direkt vom Hochspannungsprüfgerät angesteuert, ohne Zusatzsteuerung und ohne Zusatzsoftware, einfach im Prüfablauf integriert.

Da alle Hochspannungsprüfgeräte von SPS electronic Rechnerschnittstellen besitzen, können sie bequem von einem PC ferngesteuert werden. Hierfür wurde auf Basis langjähriger Erfahrung und vielfachen Kundenwunsch die eigene PC Software DAT entwickelt. Durch kontinuierliche Updates unserer Softwareentwickler ist diese immer auf dem neusten Stand.

Was macht ein Hochspannungsprüfgerät von SPS electronic so besonders?

SPS electronic entwickelt und fertigt elektrische Sicherheitsprüfgeräte mit aktuellster Technik und höchsten Qualitätsanforderungen. Dabei sind vollelektronische, digitale Spannungsaufbereitungen genauso selbstverständlich wie viel Speicherplatz für Prüfprogramme. Unsere Geräte sind weltweit an Stromnetze von 90 V bis 250 V bei 50 Hz / 60 Hz zu betreiben und damit überall sofort einsatzbereit. Die Anzahl der Prüfprogramme ist praktisch unbegrenzt, kein Anwender benötigt so viele Prüfprogramme, dass unser Speicher von bis zu 64 GB nicht ausreicht. Auch für Prüfergebnisse ist noch genügend Platz vorhanden. Zudem produzieren wir Seriengeräte immer mit allen Optionen und sämtlichen Schnittstellen. Dadurch beinhaltet unser Sortiment nur wenige Gerätetypen – was nicht nur dem weltweiten Service sondern auch der Flexibilität unserer Kunden zu Gute kommt. Ein Gerät kann jederzeit ausgetauscht werden, alle Parameter sind über die Software bestimmt – wie sollte es anders auch sein?

Für alle die mehr wollen

Oftmals reicht eine Hochspannungsprüfung allein nicht aus. So ist zum Beispiel bei Prüflingen der Schutzklasse I immer eine Schutzleiterprüfung gefordert. Hier kommen unsere Multifunktions-Sicherheitstester zum Einsatz. Mit der eingebauten Hochspannungsmatrix werden bis zu 18 unterschiedliche Prüfarten auf- und umgeschalten. Auch hier ist ein „Stand-alone“-Betrieb oder ein PC-Betrieb mit der PC Software DAT möglich. Bei den Geräten der Serie 1805 mit 10,1‘‘-TFT-Farbdisplay und Touch gibt es nur noch wenige Unterschiede in der Bedienung. Gerätetechnik und PC-Technik sind einander sehr ähnlich.

Customized

Nach Bedarf

Individuelle Lösungen nach Ihren Anforderungen.

Jetzt informieren

Alles in einem!

Multifunktionstester

Sie benötigen mehrere Prüfungen in einem Gerät?

Zu den Multifunktionstestern

Kontakt

Sie benötigen Hilfe? Wir beraten Sie gerne

Ich interessiere mich für: