Bei diesem Prüfsystem wird ein Tandemprüfkäfig verwendet. Das bedeutet, während in der einen Kammer die Prüfungen ablaufen, wird in der anderen Kammer der nächste Prüfling eingelegt und angeschlossen. Mit solchen Prüfkäfigen kann eine erheblich größere Stückzahl von Statoren geprüft werden, da die Zeit während der Prüfung bereits zum Vorbereiten des nächsten Prüflings genutzt wird.
Zu Beginn wird der Durchgang der einzelnen Phasen geprüft. Dann wird mit Hilfe einer Hochspannungsprüfung festgestellt, ob ein Windungsschluss zwischen den einzelnen Phasen und N des Stators vorliegt. Mit Hilfe eines Widerstandmessgerätes in 4-Leiter-Technik kann jetzt der exakte ohmsche Wert jeder Phase und des Neutralleiters festgestellt werden.
Eine weitere zentrale Prüfung im Ablauf ist die Stoßspannungsprüfung. Hier wird ein kurzer Hochspannungsimpuls auf den Prüfling aufgeschaltet. Bedingt durch die Induktivität und die Windungskapazität des Prüflings hat dieser ein Resonanzverhalten. Aufgrund dieses Resonanzverhaltens entsteht durch den Hochspannungsimpuls ein Schwingungsverhalten. Dieses Schwingungsverhalten wird einmal von einem guten Prüfling aufgenommen. So erhält man eine Masterkurve. Mit dieser Masterkurve werden jetzt die Prüflinge verglichen. Hat der Prüfling eine Beschädigung, Isolationsschwächen oder einen Fehler in der Wicklungsanordung, ist das Resonanzverhalten anders. Beim Vergleich zwischen der Prüflingskurve und der Masterkurve ist dann eine Differenz, und der Prüfling wird als schlecht erkannt. Abschließend wird noch die Drehrichtung erkannt. Dieses geschieht über eine Sonde, die mit Hilfe eines Hall-Generators die spätere Drehrichtung des Rotors erkennt.