Das Konzept umfaßt drei räumlich getrennte Einzelstationen, die über das Ethernet miteinander ver-bunden sind. Die Prüfergebnisse der PC gesteuerten Systeme werden in einer zentralen ACCESS-Datenbank abgelegt. Die prüflingsspezifische Seriennummer bildet hierbei jeweils die "Brücke" zwischen den Prüfständen. Die Stoßspannungsprüfung bildet den Anfang. Der Prüfling wird in einen speziellen Adapter eingelegt und kontaktiert. Durch das Einlesen eines Barcodes wird automatisch das entsprechende Prüfprogramm geladen und ein neuer Datensatz kreiert. Das Ergebnis wird unter der eingescannten Fertigungsnummer in der Datenbank abgelegt. Im späteren Fertigungsprozess werden eine Induktivitäts- und Widerstandsprüfung am vergossenen Stator durchgeführt. Für die Induktivitätsprüfung wird das DU 6000, für die Widerstandsmessung das DU 5000 der Fa. SPS electronic verwendet.
Durch eine frei verschaltbare Matrix muss der Prüfling nur einmal kontaktiert werden. Auch hier wird das Programm durch Einscannen der Fertigungsnummer gestartet. Sollte noch kein Datensatz vorhanden oder das Ergebnis der vorhergehenden Stoßspannungsprüfung fehlerhaft sein, wird eine entsprechende Meldung herausgegeben. Der komplexe Teil liegt in der Endprüfung. Bei der Endprüfung kommen sowohl die sicherheitsrelevanten Prüfungen als auch die Funktionsprüfung zum tragen.
Das Sicherheitsprüfgerät S 3301 der SPS electronic bildet die Basis für die Sicherheitsprüfungen. Mit ihm werden die Schutzleiter- , Isolations-, und Hochspannungsprüfungen normgerecht durchgeführt. Über die Software können alle Prüfpotentiale frei gewählt werden. Der Prüfling wird in der Prüfhaube auf einem variablen Adapter fixiert. Dadurch werden automatisch die Verbindungen für die Schutzleiter und Körperschallprüfung hergestellt. Der frei programmierbare Programmablauf wird durch Schließen der Prüfhaube gestartet.
DSD Motoren erfordern besondere Regler, welche die verschiedenen Gebersignale unterstützen. In diesem Fall wurden 3 Regler der Fa. Baumüller verwendet die u.a. den SinCos, Resolver und verschiedene Inkrementalgeber unterstützen. Die Problematik der Funktionsprüfung liegt in der Intelligenz der Regler. Diese können mit bis zu 1000 Parametern konfiguriert werden. Da jeder Motor einen anderen Parametersatz benötigt, konnte keine Funktionsprüfung im eigentlichen Sinn gewählt werden.